Partnerschaftskreis Minsk
Partnerschaftskreis Minsk

Aktuelles

Der Chor kommt wieder! 

In diesem Jahr wird uns der Männerchor der Gemeinde unter der Leitung von Sergej Agranovitsch besuchen. 

 

Konzerte finden statt in Dortmund-Bövinghausen, Bottrop, Lütgendortmund, Castrop- Schwerin, Schwerte-Ergste, und Castrop- Deininghausen

 

Die genauen Termine finden Sie hier

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11. Begegnungsreise nach Minsk

vom 4. bis 11. Juni 2014

Veranstalter:

Evangelischer Kirchenkreis Dortmund in Zusammenarbeit mit der orthodoxen Partnergemeinde in Minsk

und mit dem IBB Dortmund (Internationales Bildungs- und Begegnungswerk)

 IMPRESSIONEN DER REISETEILNEHMER

Hallo Sonja,


mich hat die Grundsteinlegung in Blagowschina sehr bewegt. Vor allem, dass nach all den Jahren jetzt endlich eine Gedenkstätte für die abertausenden Opfer errichtet wird. Auch das Klezmer-Konzert im IBB war hervorragend und mal was anderes als auf den vorherigen Reisen.
Nicht so toll war die Bus(hin)fahrt von Vilnus nach Minsk. Nächstes Mal sollten wir wieder direkt nach Minsk fliegen; auf ein derartiges "Abenteuer" verzichte ich gerne. Die Rückreise mit dem Zug von Minsk nach Vilnus war eine schöne Alternative zur endlosen Busfahrt der Hinreise.

Liebe Grüße
Anke

 

Liebe Sonja,

 

Du bittest uns etwas zu schreiben über die Eindrücke der letzten Reise nach Minsk. Ich war ja zum 2.mal in Minsk und mein Mann zum ersten Mal. Während es für mich teilweise ein Wiedersehen war, erlebte mein Mann alles neu. Insofern erlebten wir diese Reise zwar aus zwei verschiedenen Blickwinkeln, aber konnten alles gemeinsam erleben, unsere Eindrücke austauschen und waren uns letztlich darin einig,  an Höhepunkten ereignissreiche 
und bewegende Tage erlebt zu haben. Bewegende Tage: Pfingssonntag mit dem Gottesdienst an der Kirche " Aller betrübten Herzen" , die Gedenkfeier im Wald von Blagowschtina und der Festabend im Saal des IBB. Für meinen Mann waren die vielen, auch architektonisch interessanten neuen Gebäude und die gesamte Stadtplanung beeindruckend. All dieses zeigte uns ein optimistisches Bild von Minsk, Belarus und seinen Menschen. Wir wünschen ihnen und uns, dass es immer so bleibe.


Adelheid Nittka und Lothar Nittka

Liebe Sonja,
Hier ein paar Eindrücke von der letzten Minsk-Reise.

Gemeinde:         
Herzlichkeit und Offenheit bei Begegnungen, ernsthaften 
Gesprächen, humorvollen Einlagen, geselligen Zusammenkünften vermittelten das Gefühl, willkommen bei Freunden zu sein.
Nachdenklich machte mich die anscheinend schwindende Zahl der Mitarbeiter sowie die Überalterung der Schwesternschaft. 
Das Gemeindezentrum wird von Vielen genutzt, Kontakte mit den zahlreichen Gottesdienstbesuchern sind jedoch gleich null, bedingt auch durch die Sprachbarriere. Andererseits ergeben sich beim Gegenbesuch des Chores in Dortmund m.E. mehr gesuchte und spontane Kontakte mit Gemeindegliedern ohne Funktion. Überalterung und Mitarbeiterschwund sind auch unsere Probleme. 
Chatyn und Trostenez:    Gedenkstätten für Vernichtung, Hass, Leid, Ausgeliefertsein und Appell zur Kehrtwende mit der Aufgabe, nicht zu vergessen, Schuld und Ohnmacht zu benennen, Andersartigkeit zu respektieren und darüber miteinander zu sprechen, um zu verstehen.

Trostenez stand für mich im Mittelpunkt der Fahrt 2014. 70 Jahre dauerte es, bis
Deutsche und Belarussen akzeptierten: Ja, in Trostenez wurden mindestens 60.000
Menschen ermordet. Hier vermisste ich sichtbares Interesse und Beteiligung der
Gemeinde. Zahlreiche Delegierte waren bei der Gedenkfeier im Wald von
Blagowschtschina/Trostenez anwesend und dennoch zuu wenige. Bedrückend wenige, letztlich vereinzelte Personen der Opfer bzw. ihrer Familien konnten/wollten (?) der Gedenkfeier beiwohnen. Ihr sichtbarer Schmerz berührte. Ein jüngerer Mann aus den Niederlanden weinte hemmungslos, jetzt endlich hoffe er, selbst inneren Frieden zu finden. Die Missachtung des Schicksals seiner Eltern hätte ihn traurig, wütend, unsicher gemacht, seine Lebensbejahung
eingeschränkt.
Mein Fazit: Unrecht zu benennen, öffentlich zu machen, miteinander zu sprechen,um sehen zu lernen und konkrete Trauerorte zugänglich zu machen, können vielleicht Wege für die Zukunft sein.

Viele Grüße Jutta

 

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